Origgio liegt in der Lombardei, etwa 45 Kilometer südöstlich von Varese, und grenzt direkt an die Metropolitanstadt Mailand. Zu der Gemeinde gehören die Ortsteile Cascina Muschiona, Cascina Broggio und Villa Regina. Im Norden und Westen sind Caronno Pertusella und Saronno die Nachbarorte, während im Süden Lainate und Nerviano liegen.
Erstmals taucht der Ort unter dem Namen Oleoductus in römischen Quellen auf, als eine Straße von Mailand nach Lugano durch ihn führte. Später gehörte Origgio über Jahrhunderte den Äbten von Sant’Ambrogio, bis die Familie Borromeo die Herrschaft übernahm. Im Mittelalter war es Teil der Pieve von Nerviano und musste zur Instandhaltung wichtiger Straßen beitragen. Die Gemeinde verwaltete sich lange ohne festen Richter, stattdessen regelten ein Konsul und zwei Bürgermeister die Angelegenheiten.
Die Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert beherbergt Gemälde zum Leben von Carlo Borromeo, während die ältere Kirche San Giorgio bereits 1181 erwähnt wurde. Ein markantes Bauwerk ist der Schiaparelli-Turm, benannt nach dem berühmten Astronomen, der hier geboren wurde. Auch das Schloss Borromeo und die Wallfahrtskirche Madonna del Bosco prägen das Bild. Neben Schiaparelli zählt der Marathonläufer Carlo Airoldi zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Ortes.