Riedlingen liegt am Südrand der Schwäbischen Alb, wo die Donau ein weites Tal formt. Die Stadt erhebt sich auf einer Kalkplatte über der Flussaue und reicht von den bewaldeten Molassebergen im Norden bis zu den sanften Hügeln im Süden. Mit sieben Teilorten und einer Gemarkung zwischen 515 und 774 Metern Höhe ist sie ein zentraler Ort im westlichen Oberschwaben.
Erstmals 835 als *Hruodininga* erwähnt, entwickelte sich der Ort aus einem alamannischen Weiler und einer römischen Siedlung an der Donausüdstraße. Im Mittelalter wurde Riedlingen zur planmäßigen Stadt ausgebaut, blieb aber bis 1805 Teil von Schwäbisch-Österreich. Als Handelsplatz und Verwaltungszentrum prägten die Grafen von Veringen und später Vorderösterreich seine Geschichte.
Die Altstadt mit ihrem rechteckigen Grundriss und der mittelalterlichen Mauer ist als Gesamtanlage geschützt. Berühmt ist Riedlingen für den größten Fohlenmarkt Deutschlands, den Gallusmarkt und seine Fasnet mit der Narrenzunft Gole. Die Stadt liegt an der oberschwäbischen Barockstraße und der deutschen Fachwerkstraße und beherbergt eine der größten Privathochschulen Baden-Württembergs.