Riefensberg liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, eingebettet zwischen den Flüssen Weißach und Bolgenach, die in etwa 600 Metern Höhe fließen. Der Ort selbst befindet sich auf einer Terrasse in 800 Metern Seehöhe, während im Osten ein steiler Wald zum Kojen-Schichtkamm aufsteigt, dessen höchster Punkt der Kojenstein mit 1300 Metern ist. Ein Naturschutzgebiet und ein Skigebiet finden sich im Hennenmoos. Die Gemeinde umfasst fünfzehn Quadratkilometer, wobei knapp die Hälfte landwirtschaftlich genutzt wird, ein Drittel aus Wald besteht und der Rest auf Almen entfällt.
Die Besiedlung des Gebiets begann um das Jahr 1000, als Bauern aus dem Mittelbregenzerwald in das Jagdgebiet der Grafen von Montfort zogen und das Land rodeten. Ein Steinturm diente als Schutz, um den sich eine Siedlung bildete. Um 1100 schenkten die Grafen den westlichen Teil dem Kloster Mehrerau, das dort einen Gutshof errichtete. Die erste urkundliche Erwähnung als Rivinsperc stammt aus dem Jahr 1249. Im 15. Jahrhundert wurde Riefensberg zur Pfarre erhoben und eine Kirche anstelle einer älteren Kapelle gebaut. Nach wechselnder Herrschaft unter den Habsburgern gehörte der Ort zeitweise zu Bayern, bevor er 1861 Teil des neu gegründeten Bundeslands Vorarlberg wurde.
Heute ist Riefensberg vor allem durch seine traditionelle Handwerkskunst bekannt, etwa in der Juppenwerkstatt, wo die typische Bregenzerwälder Frauentracht hergestellt wird. Ein Naturdenkmal ist der Gletscherschliff, und der Ort ist Teil des Naturparks Nagelfluhkette. Sportlich bietet die Gemeinde unter anderem einen Golfplatz, mehrere Vereine und ein kleines Skigebiet. Wirtschaftlich spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle, während der Fremdenverkehr an Bedeutung gewinnt.