Sulzberg liegt im äußersten Norden des Bregenzerwaldes auf dem Rücken eines 1041 Meter hohen Berges. Die Gemeinde umfasst auch den Ort Thal, der in einem Tal im Norden liegt und an das bayerische Westallgäu grenzt. Sulzberg ist Teil des Naturparks Nagelfluhkette und beherbergt einen kleinen Abschnitt des Wildrosenmooses. Von hier aus bietet sich bei klarem Wetter ein weiter Blick über den Bregenzerwald und das Allgäu.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1249 unter dem Namen „Sulzeberg“. Im Spätmittelalter wurde Sulzberg zu einer eigenständigen Pfarrei und einem Gerichtsort. Eine Vereinödungsaktion im Jahr 1772 schuf geschlossene Hofgüter und prägte die bäuerliche Struktur. Im 19. Jahrhundert erlebte die Gemeinde ein starkes Bevölkerungswachstum, das sie zeitweise zur bevölkerungsreichsten des Bregenzerwaldes machte. Politisch gehörte Sulzberg wechselnd zu Tirol, Vorderösterreich, Bayern und schließlich wieder zu Österreich.
Die Pfarrkirche hl. Laurentius wurde im frühen 19. Jahrhundert im Empirestil erweitert und später renoviert. Besonders sehenswert ist die Kapelle St. Leonhard aus dem Jahr 1497 mit ihren Fresken und Altären aus der frühbarocken Zeit. Ein weiteres Wahrzeichen ist die über 400 Jahre alte Marienlinde, die eine Marienstatue in ihrem Stamm birgt. Traditionelle Feste wie Fronleichnam und das Kathreinspatrozinium prägen das kulturelle Leben. Sportlich ist Sulzberg vor allem für seine Langläufer bekannt, die auf nationaler Ebene Erfolge feiern.