Riesa liegt im Freistaat Sachsen, eingebettet in eine Flusslandschaft. An einem markanten Elbbogen gelegen, münden hier die Flüsse Jahna und Döllnitz in den Strom. Nördlich erstreckt sich die sanfte Hügellandschaft der Lommatzscher Pflege. Nachbarorte wie Hirschstein oder Strehla umgeben die Stadt, die sich auf einer Fläche von etwa 59 Quadratkilometern ausdehnt.
Die Wurzeln Riesas reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Der Name geht auf eine slawische Siedlung namens Riezowe zurück, erstmals 1119 in einer Urkunde erwähnt. Damals entstand nahe dem Zusammenfluss von Jahna und Elbe ein Kloster, das später zum wirtschaftlichen Zentrum wurde. Im 17. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte, doch erst mit dem Eisenbahnzeitalter entwickelte er sich zu einem bedeutenden Industrie- und Verkehrsknoten.
Heute prägt die Stahlindustrie das Bild der Stadt, die als Sportstadt bekannt ist. Historisch bedeutsam sind die Elbbrücke und der Binnenhafen, die einst den Warenumschlag ermöglichten. In der Stadtmitte erinnert das Volkshaus an die düstere Vergangenheit während der NS-Zeit. Sportvereine und kulturelle Veranstaltungen verleihen Riesa ein lebendiges Flair.