Riópar liegt versteckt in den Bergen der Sierra de Alcaraz, etwa hundert Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Albacete. Die Höhenlage zwischen 940 und 980 Metern sorgt für kühle Winter und warme Sommer, während die Niederschläge mit rund 450 Millimetern im Jahr eher spärlich ausfallen.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier ein Münzschatz vergraben wurde. Später prägten die Mauren das Gebiet, bis die christliche Rückeroberung im frühen 13. Jahrhundert die Herrschaft wechselte. Im 18. Jahrhundert entstand nahe einer neu gegründeten Metallgießerei der heutige Ort, während der alte Kern einige Kilometer entfernt blieb.
Der Ort besticht durch historische Bauwerke wie die maurische Burg, die später von Christen umgebaut wurde, und die Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert mit ihren markanten Schwibbögen. Ein besonderes Zeugnis der Industriegeschichte ist das restaurierte Walzwerk der ehemaligen Bronzegießerei. Heute zieht die malerische Umgebung zunehmend Touristen an, die das ländliche Flair der Sierra de Alcaraz erleben möchten.