Rödelsee liegt im unterfränkischen Landkreis Kitzingen am Fuße des Schwanbergs auf etwa 230 Metern Höhe. Die Gemeinde ist vom Weinbau geprägt und bildet mit den Gemeindeteilen Fröhstockheim und Schwanberg eine politische Einheit, obwohl sie verwaltungsmäßig zur Verwaltungsgemeinschaft Iphofen gehört. Nachbarorte sind unter anderem Iphofen und Kitzingen, während die Landschaft vom Schwanbergvorland und der Mainbernheimer Ebene mit ihren Bachtälern geprägt ist.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Zeit der fränkischen Landnahme zurück, als vermutlich unter der Führung von Rodilo eine erste Siedlung entstand. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Rödelsee im Jahr 1040, als Kaiser Heinrich III. das Dorf an das Kloster Kitzingen übergab. Im Mittelalter wechselten die Dorfherren mehrfach, darunter die Grafen zu Castell und die Freiherren von Crailsheim, die 1614 das noch heute erhaltene Schloss Crailsheim errichteten. Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und der folgenden Gegenreformation entwickelte sich Rödelsee zu einem Ort mit evangelischer und katholischer Gemeinde, die sich 1651 auf ein Simultaneum einigten.
Besonders sehenswert ist der jüdische Friedhof, einer der größten in Bayern mit über 2500 Grabsteinen, der bereits im 15. Jahrhundert angelegt wurde. Das Elsleins-Häusla beherbergt ein Heimatmuseum mit einer historischen Schmiede, während der Ebracher Hof als Zehnthaus aus dem 17. Jahrhundert stammt. Der Ort ist zudem bekannt für seine Weinbaukultur und die malerische Lage am Schwanberg, der dem Gebiet seinen Namen gibt.