Ronda liegt hoch in den Bergen der andalusischen Provinz Málaga, umgeben von ausgedehnten Naturparks wie der Sierra de Grazalema und der Sierra de las Nieves. Die Stadt thront auf einem steilen Felsplateau, das von der tiefen Schlucht des Río Guadalevín durchzogen wird. Nur wenige Kilometer trennen sie von der sonnenverwöhnten Costa del Sol, während die Provinzhauptstadt Málaga im Osten liegt.
Die Wurzeln Rondas reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch der erste überlieferte Name stammt aus römischer Zeit: Arunda. Später prägten Mauren, Westgoten und Byzantiner die Stadt, die schließlich im 15. Jahrhundert unter christliche Herrschaft geriet. Ihre strategische Lage machte sie zu einer wichtigen Grenzfestung während der Reconquista. Nach der Eroberung durch die Katholischen Könige wurde die maurische Altstadt umgestaltet, während neue Stadtteile wie El Mercadillo entstanden.
Heute ist Ronda vor allem für seine spektakuläre Lage und seine historische Bedeutung bekannt. Die maurisch geprägte Altstadt mit verwinkelten Gassen und arabischen Bädern kontrastiert mit der neueren Stadt jenseits der Schlucht. Drei markante Brücken überspannen den Abgrund, darunter die berühmte Puente Nuevo aus dem 18. Jahrhundert. Die Stadt gilt als Wiege des modernen Stierkampfs, und ihre malerische Umgebung zieht zahlreiche Besucher an. Künstler wie Rilke und Doré ließen sich hier inspirieren.