Rouffach liegt im Oberelsass an den östlichen Ausläufern der Vogesen, wo die elsässische Weinstraße verläuft. Der Ort wird vom Flüsschen Lauch durchzogen, das hier den Ohmbach und den Lohbach aufnimmt, während an der Ostgrenze die Vieille Thur fließt. Südlich von Colmar und nördlich von Mülhausen gelegen, ist Rouffach über die ehemalige Nationalstraße 83 und die Bahnstrecke Strasbourg–Basel gut angebunden.
Seine Wurzeln reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, als der Ort erstmals als Rubiaco erwähnt wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Rouffach zu einem wichtigen Zentrum, das zeitweise den merowingischen Königen als Wohnsitz diente und später unter der Herrschaft der Straßburger Bischöfe stand. Die Stadt erlebte Höhen und Tiefen, von der Vertreibung König Heinrichs V. bis zur Zerstörung durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg, bevor sie 1680 an Frankreich fiel.
Heute prägen mittelalterliche Bauwerke wie die Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihren romanischen und gotischen Elementen das Stadtbild. Die Synagoge aus dem 13. Jahrhundert und der Hexenturm zeugen von der bewegten Vergangenheit. Rouffach ist auch für seine jährliche Öko- und Bio-Messe bekannt, bei der lokale Produkte wie Wein und Käse im Mittelpunkt stehen. Eine Partnerschaft mit der deutschen Stadt Bönnigheim verbindet es über die Grenzen hinweg.