Rougemont liegt im Waadtländer Voralpenland, hoch über dem Saanetal auf etwa 1000 Metern Höhe. Das Dorf breitet sich am Nordhang aus, wo die Saane in einem breiten Tal nach Westen fließt. Im Süden erheben sich markante Kalkberge wie der Rubli und die Gummfluh, die mit 2458 Metern den höchsten Punkt der Gemeinde bildet. Zu Rougemont gehören mehrere Alpsiedlungen und Weiler, darunter Flendruz und Ciernes Picat. Im Norden grenzt das Gebiet an Freiburger Bergketten, während im Osten und Westen markante Engstellen und Bäche die Grenzen bilden.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1104 als „Rubeus Mons“, was auf den roten Berg hinweist. Im Mittelalter wurde das Gebiet von den Grafen von Greyerz beherrscht, die hier ein Priorat der Abtei Cluny gründeten. Dieses geistliche Zentrum prägte das Dorf über Jahrhunderte. Nach dem Niedergang der Grafen fiel Rougemont an Bern, das die Reformation einführte und das Priorat in ein Schloss umwandelte. Ein besonderes Kapitel der Geschichte war die kurze Blütezeit als Druckort im 15. Jahrhundert, als ein Mönch hier zwei bedeutende Werke veröffentlichte.
Heute ist Rougemont vor allem für seine traditionelle Holzarchitektur bekannt, deren Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit Schnitzereien und Malereien verziert sind. Die ehemalige Prioratskirche Saint-Nicolas und das Schloss aus dem 16. Jahrhundert prägen das Ortsbild. Im Winter lockt das Skigebiet an den Hängen von Videmanette und Rubli, das mit Gstaad verbunden ist. Die Landschaft mit ihren Bergen und dem Saanetal bietet zudem Wander- und Naturerlebnisse im regionalen Naturpark.