Rybnik liegt in Oberschlesien nahe der tschechischen Grenze am linken Ufer der Ruda auf etwa 237 Metern Höhe. Die Stadt befindet sich rund 25 Kilometer südsüdwestlich von Gleiwitz und etwa 100 Kilometer westlich von Krakau.
Der Name Rybnik leitet sich von „Fischteich“ ab und verweist auf die mittelalterliche Bedeutung der Fischzucht, die sich noch heute im Stadtwappen widerspiegelt. Erste slawische Siedlungen entstanden hier bereits im 9. oder 10. Jahrhundert, bevor die Stadt im 13. Jahrhundert Stadtrecht nach Magdeburger Recht erhielt. Im Mittelalter wechselte Rybnik mehrfach die Herrschaft, darunter an Böhmen und später an Preußen, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu Polen kam.
Heute ist Rybnik das Zentrum des Rybniker Kohlenreviers und ein wichtiger Industriestandort mit einem großen Steinkohlekraftwerk. Die Stadt gliedert sich in 27 Stadtteile und beherbergt eine moderne Hochschulstruktur mit Außenstellen mehrerer Universitäten. Ihr historisches Erbe zeigt sich in der Innenstadt, während die umliegenden Kohlegruben und Kraftwerke die wirtschaftliche Prägung verdeutlichen.