Saalfeld liegt im Tal der Saale, wo der Fluss einen weiten Bogen beschreibt. Südwestlich steigen die Berge des Thüringer Schiefergebirges auf, während im Osten die fruchtbare Orlasenke beginnt. Der Kulm, ein 481 Meter hoher Hausberg, überragt die Stadt und trägt einen Stahlfachwerkturm mit weiter Aussicht. Im Norden erstrecken sich Buntsandsteinlagerstätten, im Südosten prägt die Saalekaskade mit ihren großen Talsperren das Landschaftsbild. Die Altstadt thront auf einem Hügel am westlichen Saaleufer, während sich im Osten Industriegebiete und ein Plattenbauviertel anschließen.
Die erste gesicherte Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 899, als sie als Salauelda in einer Urkunde genannt wurde. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem kirchlichen Zentrum, nachdem 1071 ein Benediktinerkloster gegründet worden war. 1208 erhielt Saalfeld das Stadtrecht und wurde später Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Saalfeld. Wirtschaftlich prägten Bergbau, Saaleflößerei und der Fischfang das Leben, wovon noch heute das Stadtwappen mit den Barben zeugt. Nach Bränden und Kriegen entstand im 16. Jahrhundert das heutige Renaissancebild der Altstadt mit Rathaus und Bürgerhäusern.
Die Feengrotten zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als Eisenbahnknotenpunkt verbindet Saalfeld wichtige Strecken und bildet gemeinsam mit Rudolstadt und Bad Blankenburg ein Mittelzentrum. Die Stadt ist als Kurort mit Heilstollen anerkannt und pflegt im „Städtedreieck am Saalebogen“ enge Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten.