Sadov liegt im westlichen Tschechien, eingebettet im Falkenauer Becken. Der Ort erstreckt sich entlang des Sadovský potok, eines kleinen Baches, der von einem Hügel namens Sadovský vrch überragt wird. Im Westen prägt ein großer Kaolintagebau die Landschaft, während im Norden und Osten Nachbarorte wie Liščí Díra oder Nová Víska angrenzen. Die Eisenbahnstrecke Dalovice–Merklín führt durch Sadov und bedient zwei Stationen, während eine weitere Strecke ohne Halt darüber hinwegführt.
Erstmals erwähnt wurde Sadov im Jahr 1523, doch der Ortsteil Bor ist noch älter und geht auf das Jahr 1342 zurück. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort durch den Abbau von Kaolin und Braunkohle, wovon Zechen wie „Leopold“ und „Frisch Glück“ zeugen. Eine Bahnverbindung nach Karlsbad brachte im frühen 20. Jahrhundert weiteren Aufschwung. Nach wechselnder Zugehörigkeit zu Deutschland und der Tschechoslowakei wurde Sadov 1948 in seinen heutigen Namen umbenannt und gehört seit 1961 zum Okres Karlovy Vary.
Besonders sehenswert ist die gotische Pfarrkirche Maria Magdalena in Bor, die auf das Jahr 1342 zurückgeht. In Lesov und Sadov finden sich Kapellen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, während die Egerer Lade in Podlesí mit historischen Darstellungen der Region aufwartet. Die barocke Kapelle in Sadov mit ihrem markanten Zwiebeltürmchen ist ein weiteres Wahrzeichen des Ortes.