Šemnice liegt im Nordwesten Tschechiens, eingebettet zwischen bewaldeten Höhenzügen am rechten Ufer der Eger. Das Dorf befindet sich etwa sieben Kilometer östlich von Karlovy Vary im Karlsbader Gebirge, wo sich das Egertal nach Norden öffnet. Im Osten grenzt das Duppauer Gebirge an, das größtenteils als militärisches Sperrgebiet genutzt wird. Geschützt von Hügeln wie dem Šemnická skála oder dem Bukový vrch, erstreckt sich im Südwesten das Landschaftsschutzgebiet Slavkovský les. Durch das Tal verläuft die Staatsstraße nach Kyselka, während sich im Norden markante Erhebungen wie der Studený vrch erheben.
Die Gegend um Šemnice gehörte lange zum Besitz des Zisterzienserklosters Ossegg, das hier im 13. Jahrhundert über Ländereien verfügte. Die erste gesicherte Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1239, doch eine Gründung bereits 1203 ist urkundlich nicht belegt. Im 15. Jahrhundert gelangte das Gebiet unter die Herrschaft der Familie Schlick, später fiel es an die Czernin von Chudenitz. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Šemnice Teil der Herrschaft Gießhübl, deren Besitzer den Buchsäuerling im Egertal als Kurort erschlossen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem beschaulichen Dorf mit deutschen Einwohnern, das nach dem Zweiten Weltkrieg mit tschechischen Siedlern neu besiedelt wurde.
Heute besteht Šemnice aus mehreren Ortsteilen, darunter Dubina und Sedlečko, und ist vor allem für seine malerische Umgebung bekannt. Der Šemnická skála, auch Schömitzstein genannt, ist ein markanter Felsen mit einem See, der im Sommer als Badestelle dient. Früher stand hier ein Gasthaus, das heute nicht mehr existiert. Die hügelige Landschaft mit ihren Wäldern und dem Fluss bietet Wanderern und Erholungssuchenden vielfältige Möglichkeiten.