Šaľa liegt in der westlichen Mittelslowakei, beiderseits des Unterlaufs der Waag. Der alte Kern und der Ortsteil Hetméň am rechten Ufer sind durch den Fluss getrennt von Veča, das seit 1960 zur Stadt gehört. Die Waag prägt das Bild und ermöglicht Erholung und Verkehr. In der Donauebene gelegen, ist die Stadt Sitz eines gleichnamigen Bezirks.
Erste Spuren reichen bis zu einem 60.000 Jahre alten Neandertalschädel, doch die erste schriftliche Erwähnung stammt aus einer Urkunde von 1002. Die Lage an Waag und alten Handelswegen begünstigte die Entwicklung. Nach der Zerstörung durch die Tataren schenkte Béla IV. den Ort einem Kloster, das ihn bis ins 16. Jahrhundert besaß. König Ferdinand I. verlieh Šaľa 1536 das Stadtrecht mit Marktprivilegien. Ein Jesuitenkolleg und später die Eisenbahn nach Wien–Budapest trieben den Aufschwung voran.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die klassizistische St.-Margareten-Kirche mit ihrer Dreifaltigkeitsstatue, die an einen Kugelblitzeinschlag erinnert. Das Renaissanceschloss, einst Sitz des Jesuitenkollegs, beherbergt heute das Bezirksarchiv. Ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert und mehrere Denkmäler wie die Statuen des Heiligen Georg und Florian ergänzen das Bild. Regelmäßige Märkte und das Theaterfestival Salaniny beleben das kulturelle Leben. Die Waag-Auen und Thermalquellen in der Umgebung laden zur Erholung ein.