Schäftlarn liegt im oberbayerischen Landkreis München an der Isar und umfasst fünf Gemeindeteile, darunter Hohenschäftlarn als Hauptort. Die Gemeinde erstreckt sich über das Gebiet der Gemarkung Schäftlarn und wird von Schutzgebieten wie dem Landschaftsschutzgebiet entlang der Isar und dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Oberes Isartal berührt.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Benediktiner-Kloster Schäftlarn verbunden, das um 762 gegründet wurde und später den Prämonstratensern gehörte. Hohenschäftlarn wurde erstmals erwähnt und gehörte als Hofmark zum Kloster, während Zell und Ebenhausen ebenfalls früh urkundlich belegt sind. Das Kloster spielte eine Rolle in der bayerischen Volkserhebung von 1705 und wurde nach der Säkularisation für verschiedene Zwecke genutzt, darunter als Steingutfabrik und Heilbadeanstalt. Die Gemeinde wurde 1818 selbstständig und erhielt 1873 ihren heutigen Namen.
Prägend für Schäftlarn ist die barocke Klosterkirche, ein Meisterwerk des Rokoko, das von namhaften Künstlern wie François de Cuvilliés und Johann Baptist Zimmermann gestaltet wurde. Die Kirche St. Michael in Zell zählt zu den ältesten Kirchengebäuden der Gemeinde. Die Isartalbahn verband die Orte mit München und machte sie zu beliebten Ausflugszielen. Persönlichkeiten wie die Schriftstellerfamilie Hessel und der Künstler Thomas Demand haben hier gelebt oder sind mit dem Ort verbunden.