Schkopau liegt in Sachsen-Anhalt zwischen Halle und Merseburg, eingebettet in die Saale-Elster-Aue. Die Gemeinde grenzt im Norden an Halle und Kabelsketal, im Osten an Schkeuditz, im Süden an Leuna und Merseburg sowie im Westen an Bad Lauchstädt und Teutschenthal. Die Saale und ihre Nebenflüsse Weiße Elster und Luppe prägen die Landschaft, über der sich die längste Eisenbahnbrücke Europas, die Saale-Elster-Talbrücke, erhebt.
Schon in vorgeschichtlicher Zeit war die Gegend besiedelt, wie der abgetragene Schwedenhügel und der bronzezeitliche Bornhöck in Raßnitz belegen. Die erste Erwähnung der Burg Schkopau stammt aus dem Jahr 1215, der Ort selbst wird 1177 urkundlich genannt. Im 15. Jahrhundert ging die Burg an die Familie von Trotha über, die später ein Schloss errichtete. Politisch gehörte Schkopau lange zum Hochstift Merseburg und später zu Preußen. Wirtschaftlich prägte das 1936 gegründete Buna-Werk die Region als erstes Synthesekautschuk-Werk der Welt.
Heute ist Schkopau vor allem durch das chemische Industriegebiet bekannt, das aus den Buna-Werken hervorging. Das neorenaissancezeitliche Schloss dient heute als Hotel und erinnert an die Geschichte der Familie von Trotha. Die katholische St.-Anna-Kirche, 1948 in einer Baracke eingerichtet, wurde 2015 profaniert. Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile und verbindet historische Spuren mit moderner Infrastruktur.