Leuna liegt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, an den Ufern der Saale. Südlich von Merseburg und westlich von Leipzig gelegen, grenzt die Stadt an Schkopau im Norden und Schkeuditz im Osten. Im Süden berührt sie Markranstädt und Bad Dürrenberg, während im Westen Braunsbedra und Merseburg benachbart sind.
Die Wurzeln des Ortes reichen in die Frühe Neuzeit zurück, als das Dorf Leuna und seine Nachbarorte wie Ockendorf und Rössen zum Amt Merseburg gehörten. Nach dem Wiener Kongress kamen die Dörfer 1815 zu Preußen und wurden Teil des Kreises Merseburg. Die eigentliche Stadtentwicklung begann 1917 mit der Gründung eines Zweckverbands, der 1930 zur Großgemeinde Leuna führte. Prägend wurde der Aufbau der Leunawerke, die aus Braunkohle synthetische Kraftstoffe herstellten und während des Zweiten Weltkriegs ein bedeutendes Ziel alliierter Bombenangriffe waren.
Heute ist Leuna vor allem als Standort der Chemieindustrie bekannt, doch die Stadt bewahrt auch historische Spuren. Die barocke Gnadenkirche in Ockendorf und die Gartenstadt-Architektur mit ihren Arbeiter- und Meisterhäusern zeugen von der Vergangenheit. Das Kulturhaus Leuna, einst Gesellschaftshaus der Werksleitung, dient heute als Veranstaltungsort. Die Handwerkersiedlung im Norden spiegelt mit ihren engen Straßen und kleinen Läden den ursprünglichen Charakter des Ortes wider.