Schönbach liegt im nördlichen Niederösterreich, genauer im waldreichen Waldviertel. Der Ort wird vom Kleinen Kamp durchflossen, der die Entwässerung übernimmt. Die Landschaft steigt vom tiefsten Punkt im Nordosten auf 650 Meter bis zum Münzenberg im Süden auf 923 Meter an. Rund zwei Drittel des Gemeindegebiets sind von Wald bedeckt, während ein Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schönbach im Jahr 1351 als Markt. Prägend war seine Rolle als Wallfahrtsort seit dem 15. Jahrhundert, ausgelöst durch die Gnadenstatue Maria-Rast. Berühmte Besucher wie Kaiser Leopold I. und seine Gemahlin zählten dazu. Ein Hieronymitanerkloster entstand 1698, das trotz der josfinischen Reformen bis zu seinem Aussterben 1828 bestand. Nach der Aufhebung der Grundherrschaften wurde Schönbach 1849 eine selbstständige Gemeinde.
Besonders bekannt ist der Ort für seine spätgotische Pfarrkirche mit einem einzigartigen Netzrippengewölbe und dem berühmten Schönbacher Flügelaltar aus der Zeit um 1500. Auch das ehemalige Kloster, heute Pfarrhof, und die spätgotische Gnadenstatue Maria-Rast ziehen Besucher an. Jährlich im September findet der Michaelikirtag statt, und Wanderwege wie der Nord-Süd-Weitwanderweg führen durch die Gemeinde. Zudem pflegt Schönbach eine Partnerschaft mit der deutschen Stadt Herborn, die ebenfalls einen Ortsteil dieses Namens besitzt.