Schönenwerd liegt im Schweizer Kanton Solothurn am Jurasüdfuss, wo sich die Aare durchs Mittelland schlängelt. Zwischen Olten und Aarau gelegen, grenzt die Gemeinde an mehrere Nachbardörfer wie Gretzenbach und Niedergösgen. Das Gebiet reicht von der Flussniederung bis zu sanften Hügeln zwischen Aaretal und Suhretal.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr als Werith und Werida, als ein kleines Kloster auf einer Aareinsel bestand. Schon in der Jungsteinzeit war das Gebiet besiedelt. Nach Zerstörungen und Wiederaufbau wurde Schönenwerd durch den Verkauf der Herrschaft Gösgen 1458 solothurnisch und später Teil der Eidgenossenschaft. Die Industrialisierung brachte den Durchbruch: Die Schuhfabrik Bally prägte ab Mitte des 19. Jahrhunderts das Dorfleben, bis sie in den 1990er Jahren schloss.
Heute ist Schönenwerd bekannt für seine historische Stiftskirche St. Leodegar, die älteste Kirche des Kantons. Dazu kommen moderne Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und das Bally-Schuhmuseum. Persönlichkeiten wie der Unternehmer Eduard Bally oder der Künstler Paul Gugelmann stammen von hier. Gut angebunden ist der Ort durch Regionalzüge und Buslinien, die Olten und Aarau verbinden.