Schöningen liegt im Landkreis Helmstedt am Elm, einem Höhenzug in Niedersachsen, etwa elf Kilometer südwestlich der Kreisstadt Helmstedt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die Stadt besteht aus der Kernstadt sowie den Ortsteilen Esbeck und Hoiersdorf.
Schon in der Altsteinzeit lebten hier Frühmenschen, wie Funde aus dem ehemaligen Tagebau belegen. Die berühmten Schöninger Speere, rund 300.000 Jahre alte Jagdwaffen, stammen von dort und gelten als älteste erhaltene Belege für die aktive Jagd des Homo heidelbergensis. Später wurde Schöningen wegen seiner Salzvorkommen bedeutend, erstmals urkundlich erwähnt wurde es 747 als „Scahaningi“. Im Mittelalter diente der Ort als Königshof und beherbergte eine Saline. Die Welfen bauten hier eine starke Festung, das Schloss Schöningen, um ihre Landesgrenze zu schützen.
Die Stadt prägt ein historisches Rathaus mit der Lateinschule Anna-Sophianeum aus dem Jahr 1593, in dem heute ein Heimatmuseum untergebracht ist. Einst gab es hier eine Seilerei-Tradition, die in einem Museum gewürdigt wurde. Das Schloss, ursprünglich eine welfische Jagdresidenz aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, diente später als Wohnsitz für Herzoginnen. Schöningen pflegt Städtepartnerschaften mit Orten in Tunesien, der Ukraine, Finnland und Sachsen-Anhalt.