Süpplingenburg liegt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen und gehört zur Samtgemeinde Nord-Elm. Der Ort grenzt direkt an die gleichnamige Gemeinde Süpplingen und erstreckt sich in einer sumpfigen Niederung der Schunter. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Fuchsberg mit etwa 181 Metern Höhe. Im Osten prägt der Sandteich das Bild, ein stehendes Gewässer mit Rhododendron-Park, der Ende Mai blüht. Dort befindet sich auch ein Großsteingrab, das 1976 entdeckt und später umgesetzt wurde.
Der Name verrät bereits seine Herkunft: Süpplingenburg entstand aus einer Burg, die vermutlich im 10. Jahrhundert von den Grafen von Haldensleben erbaut wurde. Durch Heirat gelangte sie an Graf Gebhard, dessen Sohn Lothar III. hier geboren wurde und später als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches regierte. Die Burg diente als sein Stammsitz und war Teil eines Handelsnetzes, in dem sich Salz- und Ost-West-Wege kreuzten. Südlich der Burg existierte einst eine Siedlung, die später wieder verschwand.
Heute sind von der einstigen Wasserburg kaum noch Spuren sichtbar, doch Ausgrabungen belegen ihre Bedeutung. Die St. Johannis-Kirche, einst Teil der Burg, wurde zur Johanniter-Kommende und blieb bis 1820 im Besitz des Ordens. Einstiger Stolz der Anlage war die romanische Stiftskirche, deren Nachwirkung im Kaiserdom Königslutter sichtbar ist. Der Ort ist geprägt von seiner historischen Rolle, die sich in Bauwerken und der umliegenden Landschaft widerspiegelt.