Schrattenberg liegt im Weinviertel in Niederösterreich, nahe der tschechischen Grenze. Die Gemeinde umfasst fast zwanzig Quadratkilometer, von denen etwa ein Zehntel bewaldet ist. Ein kleiner Grenzübergang für Autos verbindet den Ort mit Tschechien.
Erstmals erwähnt wurde Schrattenberg im zwölften Jahrhundert, doch schon in der Bronzezeit gab es hier Spuren menschlicher Besiedlung. Lange gehörte der Ort zur Herrschaft Feldsberg, bis die Patrimonialherrschaften aufgelöst wurden. Gegen Kriegsende erlitt der Ort durch Luftangriffe schwere Schäden, doch die Einnahme durch die Rote Armee verlief ohne Kampfhandlungen.
Prägend für Schrattenberg ist der Weinbau, besonders der Anbau von Rotweinsorten wie Zweigelt und Blauburger. Eine eigene Winzergemeinschaft vermarktet seit den achtziger Jahren einen hochwertigen Rotwein unter dem Namen Schratt. Die malerischen Weingärten und Kellergassen laden zu Wanderungen ein. Die katholische Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer und das historische Schloss Schrattenberg, auch Dreiknabenhof genannt, sind weitere Sehenswürdigkeiten.