Altlichtenwarth liegt im Weinviertel in Niederösterreich, wo es sich auf einer Fläche von über zwanzig Quadratkilometern ausbreitet. Fast neun Zehntel des Gemeindegebiets sind von Äckern bedeckt, während Wälder nur einen kleinen Teil einnehmen. Der Ort selbst erstreckt sich auf einem Lösshügel im Norden, wo einst eine Burg der Liechtensteiner stand.
Seine Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als er erstmals als Liehtenwart urkundlich erwähnt wurde. Der Name deutet auf einen Aussichtspunkt in einer Lichtung hin, der den Herren von Liechtenstein gehörte. Eine Kirche entstand bereits im 12. Jahrhundert, und die Pfarre blieb lange mit diesem Geschlecht verbunden. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der Ort von Kriegen und Seuchen heimgesucht, darunter die Pest, die schwedischen Truppen und die Kuruzenaufstände.
Heute prägen die katholische Pfarrkirche mit ihrem Schutzpatron Nikolaus und eine Aussichtswarte auf dem Hutsaulberg das Bild. Die Warte, 1923 nach Plänen eines liechtensteinischen Architekten errichtet, erinnert auch an die Gefallenen. Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hat sich der Ort zu einer lebendigen Gemeinde entwickelt, die mit einem Kindergarten und einer Volksschule sowie einem kleinen Flugplatz aufwartet.