Schrecksbach liegt im Süden des Schwalm-Eder-Kreises in Hessen, eingebettet im Tal der Schwalm, die hier durch eine sanfte Hügellandschaft fließt. Die Gemeinde grenzt im Norden an Neukirchen, im Osten an Ottrau, im Süden an Alsfeld und im Westen an Willingshausen. Zwischen den Ortsteilen Röllshausen und Holzburg erhebt sich auf dem Gebiet von Willingshausen das markante Naturdenkmal Wippchensteine.
Erstmals erwähnt wurde Schrecksbach im Jahr, als es in den Besitz des Klosters Fulda überging. Später wurde es von den Grafen von Ziegenhain beherrscht, die ihre Macht als Vögte des Klosters nutzten. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts fiel der Ort an die Landgrafen von Hessen. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Schrecksbach schwere Zerstörungen durch kroatische Reiter und kaiserliche Truppen. Später prägten die Reformation und die Ansiedlung sudetendeutscher Heimatvertriebener das Leben im Ort.
Heute prägen historische Burgruinen und Adelssitze das Bild, darunter das Alte Burghaus, das als Restaurant dient, und der Schwerzellsche Burgsitz, dessen Mauerreste im Gemeindezentrum zu sehen sind. Die barocke Kirche mit ihren Glocken aus dem 14. und 18. Jahrhundert und der barocken Orgel aus dem Jahr ist ein weiteres Wahrzeichen. Einst gab es sechs burgartige Adelssitze, die den Ort schützten, heute erinnern nur noch Reste daran.