Frielendorf liegt im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis am Nordwestrand des Knüllgebirges, etwa acht Kilometer südwestlich von Homberg. Der Ort wird vom Ohebach durchflossen, einem Nebenfluss der Efze, und ist von Hügeln wie dem Sendberg und der Mark umgeben. Südöstlich des Dorfkerns erstreckt sich der Silbersee, ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Erstmals erwähnt wurde Frielendorf im Jahr 1197 als Frilingendorf in einem Einkommensverzeichnis des Klosters Spieskappel. Über Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft das Leben, bis im 19. Jahrhundert der Braunkohlebergbau aufkam. Besonders im 20. Jahrhundert wurde Frielendorf zu einem wichtigen Zentrum des hessischen Braunkohlereviers, wo Briketts unter dem Namen „Hassia“ produziert wurden. Nach dem Ende des Bergbaus in den 1960er Jahren wandelte sich der Ort zum Luftkurort und setzte auf Tourismus, etwa mit dem Silbersee als zentralem Freizeitangebot.
Heute ist Frielendorf vor allem für seine landschaftliche Schönheit und historische Bauten bekannt. Im Ortsteil Spieskappel steht die Klosterkirche St. Johannes, die auf ein Prämonstratenser-Chorherrenstift aus dem 12. Jahrhundert zurückgeht. Der mittelalterliche Spießturm, einst Schauplatz hessischer Landtage, ist heute Teil des Gemeindewappens. Das Dorfmuseum Verna und der Museumsladen „Die Zeche Frielendorf“ vermitteln Einblicke in die regionale Geschichte. Persönlichkeiten wie die Theologin Margot Käßmann oder der Fußballspieler Klaus Ganz verbinden den Ort mit überregionaler Bedeutung.