Sehnde liegt am Südostrand der Region Hannover in Niedersachsen, umgeben von Nachbarorten wie Laatzen, Hannover und Lehrte. Die Stadt besteht aus fünfzehn Ortsteilen und erstreckt sich über eine Fläche, die durch den Mittellandkanal und den Stichkanal Hildesheim geprägt ist. Im Norden grenzt sie an das Altwarmbüchener Moor, wo sich eine Exklave befindet, die an Burgdorf und Isernhagen angrenzt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Eisenzeit zurück, als hier Grubenhäuser und Rennöfen genutzt wurden. Um das Jahr 800 siedelten fränkische Militärkolonisten im Gebiet, und 1147 wurde Sehnde erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war die Region zwischen welfischen und bischöflichen Herrschaften aufgeteilt, was die heutige Verteilung der Ortsteile auf verschiedene Landkreise prägte. Die heutige Stadt entstand 1974 durch die Zusammenlegung von fünfzehn Gemeinden.
Sehnde zeichnet sich durch historische Kirchen wie die evangelische Kreuzkirche und die katholische St. Maria aus. Das Rathaus mit Glockenspiel und die Kugelbake am Sporthafen sind markante Bauwerke. Das Regional-Museum und das Hannoversche Straßenbahn-Museum in den Ortsteilen Rethmar und Wehmingen zeigen die kulturelle Vielfalt. Die Stadt ist zudem durch Industriegeschichte wie den Kalibergbau und die Zementfabrik in Höver geprägt. Persönlichkeiten wie der Theologe und Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Beneken stammen von hier.