Laatzen liegt südlich von Hannover an der Leine, die mit ihrem Nebenarm die westliche Grenze bildet. Im Osten begrenzen der Kronsberg und das ausgedehnte Bockmerholz das Stadtgebiet, während sich im Norden die Stadt nahtlos an Hannover anschließt. Die Stadt besteht aus mehreren Ortsteilen wie Alt-Laatzen, Grasdorf und Rethen, die sich über die Jahre zusammengeschlossen haben.
Erstmals erwähnt wurde Laatzen im Jahr 1259, doch eine Gründungssage erzählt von Bauern, die sich um 800 am Leineufer niederließen. Im 14. Jahrhundert ging der Besitz an das Kloster Marienrode über, bis das Dorf 1671 durch eine Schenkung des Herzogs Georg Wilhelm an den Calenberger Fürsten fiel. Seitdem gehörte Laatzen zum Kleinen Freien, wo die Einwohner besondere Rechte genossen, darunter Jagd in den Wäldern. Durch Eingemeindungen wuchs die Stadt stetig, bis sie 1968 Stadtrechte erhielt.
Laatzen prägt eine Mischung aus urbanem Leben und naturnahen Gebieten wie dem Mastbrucher Holz, einem ehemaligen Hutewald mit Hügelgräbern. Die Stadt pflegt internationale Partnerschaften, darunter mit Le Grand-Quevilly in Frankreich und Gubin in Polen. Trotz sozialer Herausforderungen wie hoher Kinderarmut und überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit bleibt Laatzen ein lebendiger Ort mit einer vielfältigen Bevölkerung.