Senlis liegt im Norden Frankreichs, eingebettet in den Regionalen Naturpark Oise-Pays de France. Der Fluss Nonette durchzieht die Stadt, die etwa zehn Kilometer südöstlich von Creil und rund 50 Kilometer nördlich von Paris liegt.
Erste Spuren stammen von prähistorischen Menhiren im nahegelegenen Wald von Halatte. Die Römer nannten den Ort Augustomagus, später wurde er Hauptstadt der keltischen Silvanekter. Im Mittelalter entwickelte sich Senlis zu einem wichtigen Militärstützpunkt mit einer Stadtmauer und wurde im 14. Jahrhundert vom heiligen Rieul christianisiert. Die Stadt erlebte prägende Momente wie die Königswahl Hugos Capets oder die Station Jeanne d’Arcs. Im Hundertjährigen Krieg widerstand sie Belagerungen, und im 15. Jahrhundert war sie Schauplatz des Friedens von Senlis.
Die Stadt besticht durch ihre mittelalterliche Architektur, darunter die Kathedrale Notre-Dame mit romanischem Westportal und gotischen Erweiterungen. Erhaltene gallorömische Mauern mit Türmen und ein spätgotisches Rathaus prägen das Bild. Das königliche Schloss, der Bischofspalast und das ehemalige Kloster St-Vincent zeugen von ihrer historischen Bedeutung. Berühmte Persönlichkeiten wie der Maler Thomas Couture oder die naive Künstlerin Séraphine de Senlis stammen aus der Stadt, die auch durch ihr Jagdmuseum und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist.