Sinzig liegt im unteren Ahrtal, wo die Ahr kurz vor ihrer Mündung in den Rhein fließt. Die Stadt ist von den Hügeln der Osteifel umgeben, darunter der Hellenberg und der Wadenberg, während sich im Osten der Rhein als Grenze zeigt. Die Landschaft wird durch die Goldene Meile geprägt, ein einst sumpfiges Mündungsgebiet, das heute trockengelegt ist. Durch den Ort führt die Ahr, die hier von kleineren Bächen wie dem Hellenbach und Harbach gespeist wird.
Erstmals erwähnt wurde Sinzig im Jahr 762 als Sentiacum, wobei der Name vermutlich auf keltische oder römische Wurzeln zurückgeht. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Stützpunkt der fränkischen Könige, die hier regelmäßig Station machten. Besonders bekannt ist Sinzig als Barbarossastadt, da Kaiser Friedrich I. Barbarossa hier mehrmals weilte. Die Stadt war Sitz einer Kaiserpfalz und gehörte zeitweise zum Besitz des Erzbistums Bremen. Im 13. Jahrhundert erhielt Sinzig Stadtrecht und wurde Mitglied des Rheinischen Städtebundes.
Sinzig ist geprägt von seiner mittelalterlichen Geschichte, die sich in Bauwerken wie der Pfarrkirche St. Peter widerspiegelt. Das ehemalige Minoritenkloster auf dem Helenenberg erinnert an die Legende der Kaiserin Helena, der hier ein Kreuz erschien. Die Stadt trägt den Beinamen Barbarossastadt und ist eine von fünf Orten in Deutschland mit diesem Titel. Die Umgebung mit ihren Weinbergen und dem Rhein lädt zu Ausflügen ein.