Unkel liegt im Norden von Rheinland-Pfalz, etwa zwanzig Kilometer südlich von Bonn, am östlichen Rheinufer. Die Stadt gehört zum Naturpark Rhein-Westerwald und wird von Bad Honnef und Linz am Rhein durch je etwa fünf Kilometer Flussstrecke getrennt. Im Süden öffnet sich das Tal zur Linz-Hönninger Weitung, während im Norden die Honnefer Talweitung beginnt. Der Asberg, mit über 430 Metern die höchste Erhebung, erhebt sich im Nordosten, während das Rheinufer den tiefsten Punkt markiert. Ein Seitental auf der gegenüberliegenden Rheinseite gehört zum Ortsbezirk Unkelbach von Remagen.
Die erste urkundliche Erwähnung als Oncale datiert aus dem Jahr 886 im Goldenen Buch der Abtei Prüm. Fränkische Grabbeigaben belegen jedoch eine Besiedlung bereits um das Jahr 600. Im 11. Jahrhundert gelangte Unkel unter kölnische Herrschaft und blieb bis 1803 im Besitz des Kölner Stifts Maria ad Gradus. Die Stadt entwickelte sich als Teil der kurkölnischen Territorien und erhielt 1553 eine Stadtbefestigung mit Mauern, Türmen und Graben. Obwohl nie förmlich Stadtrechte verliehen wurden, gilt das Jahr 1578 als Zeitpunkt der Stadtwerdung, da Unkel in diesem Jahr erstmals in der Liste der kurkölnischen Städte erschien.
Unkel ist als Rotweinstadt bekannt und war Wohnort bedeutender Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Konrad Adenauer oder Annette von Droste-Hülshoff. Die Altstadt mit ihrer erhaltenen Grabenmauer und der Kirche prägt das Bild der Stadt. Am Stux, einer markanten Anhöhe, sind geologische Verwerfungen sichtbar, die bereits Alexander von Humboldt studierte. Die Unkelsteine im Rhein erinnern an gefährliche Untiefen der Schifffahrt. Die Stadt ist zudem durch Hochwasserereignisse geprägt, die immer wieder Teile des Stadtgebiets bedrohten.