Slabčice liegt in Südböhmen, eingebettet im hügeligen Mittelböhmischen Hügelland. Der Ort breitet sich am rechten Ufer des Baches Slabčický potok aus, umgeben von markanten Erhebungen wie dem Dubový vrch und dem Tábor. Nachbarorte wie Nemějice oder Písecká Smoleč sind nur wenige Kilometer entfernt, während sich im Norden Široká und Horní Rastory anschließen.
Archäologische Spuren belegen eine frühe Besiedlung der Gegend, darunter keltische Funde am Hügel Tábor. Schriftlich erstmals erwähnt wurde das Dorf im 14. Jahrhundert als Teil der erzbischöflichen Herrschaft Thein. Im 15. Jahrhundert spielte der Tábor eine Rolle während der hussitischen Bewegung, als hier große Versammlungen stattfanden. Später wechselte die Herrschaft mehrfach, bis das Dorf schließlich im 19. Jahrhundert eine eigene Gemeinde wurde.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Kirche St. Josef oder die Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk das Bild. Der Tábor mit seinen keltischen Relikten und der Aussichtspunkt Skály über dem Orlík-Stausee locken Besucher an. Die umliegenden Hügel und der Fluss bieten Wander- und Erholungsmöglichkeiten inmitten einer malerischen Landschaft.