Slatiňany liegt in Tschechien, eingebettet an den Ufern der Chrudimka im gleichnamigen Kreis. Die Kleinstadt wird von der wichtigen Straße I/37 durchzogen, die Chrudim mit Nasavrky verbindet, und ist zudem an das Eisenbahnnetz zwischen Havlíčkův Brod und Pardubice angeschlossen.
Erstmals taucht der Ort im Jahr 1294 in den Aufzeichnungen auf und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach seine Besitzer. Nach einer Phase unter der Herrschaft der Stadt Chrudim ging Slatiňany in den Besitz der Adelsfamilie Auersperg über, die es fast zwei Jahrhunderte lang prägte. Im frühen 20. Jahrhundert erhielt der Ort schließlich Stadtrechte.
Besonders bekannt ist Slatiňany für sein historisches Schloss und das renommierte Gestüt, in dem die seltenen Kladruber gezüchtet werden. Die gotische Pfarrkirche St. Martin aus dem 14. Jahrhundert und der Aussichtsturm Na Chlumu sind weitere Anziehungspunkte. Die Vrchlický-Anhöhe erinnert an den Dichter Jaroslav Vrchlický, der hier gern verweilte. Die Stadt brachte zudem bedeutende Persönlichkeiten wie den Architekten Franz Schmoranz den Jüngeren und den Maler Josef Schmoranz hervor.