Soběnov liegt im Vorland des Gratzener Berglandes, das zum Nationalpark Soběnovská vrchovina gehört. Der Ort befindet sich etwa sechs Kilometer nordöstlich von Kaplice und ist von weiteren Nachbarorten wie Besednice, Klení und Pořešín umgeben. Im Nordosten erhebt sich der 869 Meter hohe Kohout, der das Landschaftsbild prägt.
Erste Spuren des Ortes reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als dort bereits eine Kapelle stand. Im Laufe der Geschichte wechselten die Besitzer mehrfach, darunter die Herren von Weleschin und die Rosenberger. Während der Hussitenkriege spielte der Ort eine Rolle, als die Kirche besetzt und ein Pfarrer verbrannt wurde. Später ging der Besitz an die Schwanberger und schließlich an die Grafen Buquoy über. Ein verheerendes Feuer zerstörte 1833 fast das gesamte Dorf, das anschließend neu aufgebaut wurde.
Besonders sehenswert ist die St.-Nikolaus-Kirche, die ursprünglich gotisch war und später barock umgestaltet wurde. In der Nähe befindet sich zudem die Ruine der Burg Sokoleč, die im 13. Jahrhundert entstand und später den Herren von Weleschin gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben, und ein Hochwasser verursachte 2002 erhebliche Schäden. Heute ist Soběnov Teil der Region Jihočeský kraj und bekannt für seine historische Bedeutung und landschaftliche Schönheit.