Sonntag liegt im Großen Walsertal in Vorarlberg, auf 888 Metern Höhe. Das Gemeindegebiet umfasst weite Teile des Lechquellengebirges mit markanten Gipfeln wie der Rote Wand und der Braunarlspitze. Die Lutz durchfließt das Tal, während kleinere Bäche wie der Steinbach und der Huttlabach das Landschaftsbild prägen. Zu Sonntag gehört auch die Ortschaft Buchboden, und die gesamte Gemeinde liegt im Biosphärenreservat Großes Walsertal.
Der Name Sonntag geht auf das Lateinische „dominicus“ zurück und verweist entweder auf die Besitzverhältnisse zwischen Walsern und Romanen oder auf die Übersetzung des Begriffs „Tag des Herrn“ durch die Walser. Seit dem 15. Jahrhundert ist Sonntag als Pfarrei belegt, und Buchboden erhielt 1710 eine eigene Pfarrei. Nach wechselnder Herrschaft unter den Habsburgern, Bayern und wieder Österreich wurde Sonntag 1806 eine selbstständige Gemeinde. Besonders bekannt ist der Ort für seine Lawinengefahr, die in der Vergangenheit zu schweren Schäden führte.
Sonntag ist geprägt von seiner katholischen Tradition, wovon die Pfarrkirche Hl. Oswald und Dominikus zeugt. Die Wirtschaft lebt vor allem vom Fremdenverkehr, der in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen ist. Die Landwirtschaft konzentriert sich auf die Milchwirtschaft, die auf den zahlreichen Alpen betrieben wird. Die Gemeinde ist auch für ihre Persönlichkeiten bekannt, darunter die Mystikerin Maria Simma und der Politiker Josef Türtscher. Das Gemeindewappen erinnert mit einem Reiter und einem Steinbock an die Besiedlung durch die Walser.