Spannberg liegt im Weinviertel Niederösterreichs, etwa zweihundert Meter über dem Meer. Die Marktgemeinde umfasst zwanzig Quadratkilometer, wobei der Großteil der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird und ein Fünftel bewaldet ist.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 1205, als ein Zeuge namens Poppo de Spangenberg in einer Urkunde auftaucht. Schon früh besaß Spannberg eine Burg, die 1277 beschrieben wurde und mit einer siebenhundert Meter langen Mauer Hausberg und Kirchenberg umschloss. Im 14. Jahrhundert erhielt der Ort Marktrechte, doch folgten kriegerische Zeiten: Türkenüberfälle, Zerstörungen und Plünderungen prägten die Geschichte, darunter auch die Verwüstungen durch die Kuruzen im frühen 18. Jahrhundert.
Die katholische Pfarrkirche hl. Martin geht auf mittelalterliche Ursprünge zurück und wurde später barock umgestaltet. Mehrere Kapellen wie die Sebastians- oder Vituskapelle ergänzen das religiöse Bauensemble. Südlich des Ortes befindet sich ein privater Flugplatz mit einer Graslandebahn, der auch vom Bundesheer genutzt wird. Ein markantes Symbol ist das Gemeindewappen: Es zeigt ein schwarzes Tatzenkreuz auf goldenem Grund und eine kreuztragende Krone auf rotem Feld, die auf die Verbindung zum Deutschen Orden und die historische Eigenverwaltung hinweisen.