Stade liegt im Norden Niedersachsens am westlichen Ufer der Unterelbe, wo die Schwinge in den Fluss mündet. Die Stadt gehört zur Metropolregion Hamburg und ist umgeben vom Alten Land im Süden und Kehdingen im Norden. Ihr Kern erhebt sich auf einem Geestsporn, der sich bis zu vierzehn Meter über das umliegende Marschland erhebt. Durch das flache Elbmarschengebiet fließt die Schwinge, die der Stadt ihr historisches Gesicht gab.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück. Um das Jahr sechstes Jahrhundert entstand eine befestigte Ansiedlung mit Hafen, die später auf den heutigen Spiegelberg verlegt wurde. Im zehnten Jahrhundert wurde Stade erstmals urkundlich erwähnt, nachdem Wikinger die Siedlung geplündert hatten. Die natürliche Hafenlage machte Stade zum wichtigen Handelsplatz zwischen Cuxhaven und Harburg und zum Knotenpunkt mehrerer Fernhandelswege. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Mitglied der Hanse, erhielt Stadtrecht und prägende Bauwerke wie Kirchen und ein Rathaus.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, darunter die Kirchen St. Wilhadi, St. Cosmae und St. Georg. Die ehemalige Wallanlage wurde zu Grünflächen umgestaltet, an deren Rändern sich im neunzehnten Jahrhundert neue Stadtviertel bildeten. Ein besonderes Ereignis ist das Schwedenfest, das an die schwedische Herrschaft im siebzehnten Jahrhundert erinnert. Stade beherbergt zentrale Einrichtungen für die Region Elbe-Weser und wächst seit den neunziger Jahren um neue Wohnsiedlungen wie Ottenbeck.