Stadthagen liegt im Zentrum des Landkreises Schaumburg in Niedersachsen, etwa auf halber Strecke zwischen Minden und Hannover. Die Stadt ist umgeben von sanften Hügeln wie dem Bückeberg im Süden und dem ausgedehnten Schaumburger Wald im Nordwesten. Zu ihren Nachbarorten zählen unter anderem Obernkirchen im Uhrzeigersinn sowie Lauenhagen und Auetal. Als Mittelstadt mit mehr als Einwohnern ist sie das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum einer dicht besiedelten ländlichen Region.
Die Gründung der Stadt geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als Graf Adolf III. von Holstein-Schaumburg eine Siedlung namens Updago comitis anlegte. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten urkundlichen Erwähnungen als Grevenalveshagen und später Stadthagen, das 1344 Stadtrecht erhielt. Prägend war die Zeit als Residenzstadt der Schaumburger Grafen, die hier bis 1607 regierten und Bauwerke wie das heutige Schloss errichten ließen. Auch der Steinkohleabbau, der von 1501 bis 1961 betrieben wurde, prägte die Stadtgeschichte.
Heute ist Stadthagen vor allem für seine historische Altstadt mit Resten der mittelalterlichen Stadtmauer und dem markanten Schloss bekannt. Ein weiteres Wahrzeichen ist das prächtige Mausoleum, an dessen Gestaltung namhafte Künstler wie Adrian de Vries mitwirkten. Die Stadt pflegt ihre Traditionen durch Feste und Veranstaltungen, während die umliegende Landschaft mit dem Bückeberg und dem Schaumburger Wald zu Erholung und Wanderungen einlädt.