Obernkirchen liegt im niedersächsischen Landkreis Schaumburg, eingebettet zwischen waldreichen Hügeln und der Bundesstraße 65, die Bückeburg und Stadthagen verbindet. Der Bückeberg prägt mit seinen 367 Metern Höhe das Landschaftsbild und erstreckt sich über große Teile des Stadtgebiets. Die Stadt grenzt im Uhrzeigersinn an Gemeinden wie Nienstädt, Stadthagen und Bückeburg, während sie selbst als eine der nördlichsten Bergstädte Deutschlands gilt und zu den wenigen außerhalb des Harzes zählt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als hier eine Burg namens Castrum Bukkaburg vermutet wird, deren Überreste auf einen Geländerücken nahe der heutigen Stiftskirche hindeuten. Der Name Obernkirchen, ursprünglich Ouerenkerken, entstand durch die Gründung eines Klosters durch Kaiser Ludwig den Frommen, das später zu einem Augustinerinnenkloster wurde. Im 12. Jahrhundert erhielt der Ort Marktgerechtigkeit, und im 16. Jahrhundert folgten Flecken- und Stadtrechte, die die Entwicklung zur eigenständigen Stadt besiegelten.
Heute ist Obernkirchen geprägt durch den Abbau des namensgebenden Sandsteins, der bereits seit dem 12. Jahrhundert in den umliegenden Brüchen gewonnen wird. Die Glasindustrie und der Maschinenbau gehören zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen, während die historische Stiftskirche St. Marien aus dem Jahr 1330 als zentrales Bauwerk gilt. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre bergbauliche Vergangenheit, die bis ins 19. Jahrhundert reichte und deren Verwaltung hier angesiedelt war.