Stäfa liegt am oberen rechten Ufer des Zürichsees, wo die Landschaft als Goldküste bekannt ist. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Meilen und erstreckt sich von 403 Metern am See bis 613 Metern Höhe im Pfannenstiel. Am See gruppieren sich Ortsteile wie Oetikon, Kehlhof und Uerikon, während höher gelegene Siedlungen wie Uelikon und Grundhalden den Hang prägen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung am See reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde in Ürikon belegen. Der Name Stäfa erscheint erstmals 958 in Urkunden und leitet sich vermutlich von einem alemannischen Begriff für ein mit Pfählen gesichertes Landstück am Wasser ab. Im 18. Jahrhundert wurde die Gemeinde zum Namensgeber des Stäfnerhandels, einer Auseinandersetzung über politische Ungleichheit. Später prägte die Gründung des Rivella-Werks durch Robert Barth die lokale Wirtschaft.
Das Ortsbild wird von Bauwerken wie der Villa des Architekten Ferdinand Stadler und der Villa Sunneschy im Jugendstil geprägt. Die heilige Verena ziert seit 1526 das Gemeindewappen. Kulturhighlights sind die Glasfenster in der katholischen Kirche St. Verena und das Goethebänkli mit Blick auf den See. Die Weinbautradition, die größte im Kanton Zürich, wird durch den Reblehrpfad dokumentiert.