Grüningen liegt im Zürcher Oberland, eingebettet zwischen dem Pfannenstiel und dem Bachtel. Der Ort erstreckt sich über einen hügeligen Talboden, durch den der Aabach fließt und später als Grüningerbach nach Gossau weiterzieht. Der höchste Punkt ist der Schlüssberg mit 554 Metern, der tiefste an der Aabach-Austrittsstelle bei 453 Metern. Nachbarorte sind im Norden Gossau und Bubikon, im Osten Hombrechtikon und Oetwil am See sowie im Süden Egg.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Grüningen im Jahr 1038, doch seine Entwicklung als Ort mit Stadtrecht ist älter. Im 13. Jahrhundert gelangte es unter habsburgische Herrschaft, bevor es 1408 an Zürich verkauft wurde. Als Landvogtei prägte es jahrhundertelang die Region, bis die alte Ordnung 1798 endete. Brände und Belagerungen, etwa während des Alten Zürichkriegs, hinterließen Spuren in der Geschichte des Städtchens.
Heute ist Grüningen für sein historisches Flair bekannt, das sich im Schloss und der reformierten Kirche widerspiegelt. Der Ort bewahrt sein mittelalterliches Erbe durch Schutzverordnungen und den Wakkerpreis für Ortsbildpflege. Regelmäßige Märkte, darunter der Herbstmarkt mit historischem Markttreiben, prägen das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie Konrad Grebel, Mitbegründer der Täuferbewegung, oder der Skirennfahrer Gilles Roulin verbinden Grüningen mit überregionaler Geschichte.