Stall liegt versteckt im oberen Mölltal, umrahmt von den mächtigen Gipfeln der Goldberggruppe im Norden und der Kreuzeckgruppe im Süden. Die Gemeinde breitet sich auf sonnigen Schwemmkegeln aus, die der Fluss im Talgrund hinterlassen hat. Drei Katastralgemeinden gliedern das Gebiet, das sich aus fünfzehn kleinen Siedlungen zusammensetzt.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit im Tal reichen bis zu den Kelten zurück, die hier vor über zweitausend Jahren lebten. Später nutzten die Römer die Region als wichtigen Übergang über die Tauern. Eine Pfarre entstand im Mittelalter, erstmals urkundlich erwähnt wurde eine Kirche im Ort. Eine Burg sicherte einst das Tal, und Stall diente lange als Sitz eines Urbaramtes und Gerichts. Der Name könnte auf einen alten Gutshof oder eine dramatische Naturkatastrophe zurückgehen.
Heute prägen die katholische Pfarrkirche und die Kapelle in Schwersberg das Ortsbild. Die Landschaft mit ihren Bergen und dem Fluss prägt das Leben der Bewohner, die sich vor allem der Landwirtschaft und dem Handwerk widmen. Persönlichkeiten wie der Dichter Johann Fercher von Steinwand stammen von hier. Ein goldenes Ährenfeld im Wappen erinnert an die fruchtbaren Böden und den historischen Goldbergbau.