Sternberg ist eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, umgeben von einer seenreichen Landschaft im Naturpark Sternberger Seenlandschaft. Die Stadt liegt in einem hügeligen Endmoränenzug am Großen Sternberger See, der von der Mildenitz durchflossen wird. Zu den markanten Gewässern zählen neben dem namensgebenden See auch der Trenntsee, der Groß Radener See und der Wustrowsee. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Wahrsberg mit etwa 67 Metern.
Der Name der Stadt geht vermutlich auf eine slawische Burganlage zurück, die Glück bringen sollte. Erstmals als Sterneberch erwähnt, erhielt der Ort um die Mitte des 13. Jahrhunderts das Stadtrecht. Im Mittelalter entwickelte sich Sternberg zu einem wichtigen Versammlungsort der mecklenburgischen Stände, die hier Landtage abhielten. Die Stadt war zeitweise Residenz verschiedener Herzöge und erlebte unter Heinrich II. von Mecklenburg eine Blütezeit. Ein dunkles Kapitel der Geschichte bildet das Judenpogrom von 1492, bei dem 27 Menschen verbrannt wurden.
Heute prägen die frühgotische Stadtkirche und die Kapelle des Heiligen Blutes das Stadtbild. Letztere war einst ein bedeutender Wallfahrtsort, der durch die Verehrung angeblich geschändeter Hostien viele Pilger anzog. Ein Mahnmal in der Kapelle erinnert an die historischen Ereignisse. Sternberg ist Verwaltungssitz des Amtes Sternberger Seenlandschaft und ein Grundzentrum in der Region.