Stěžery liegt im Nordosten Tschechiens, etwa sechs Kilometer westlich des Stadtzentrums von Hradec Králové, direkt an dessen Grenze. Der Ort erstreckt sich am Plačický potok in einer flachen Landschaft, die zur Východolabská tabule gehört. Im Nordwesten erhebt sich der Hügel Stínec mit etwa 304 Metern Höhe. Die Verkehrsanbindung ist gut: Die Straße II/324 verbindet Nechanice mit Opatovice nad Labem, während die Silnice I/11 nach Hradec Králové und Chlumec nad Cidlinou führt. Im Osten entsteht die Dálnice 11. Nachbarorte sind unter anderem Svobodné Dvory und Kukleny.
Erstmals erwähnt wurde Stěžery im Jahr 1229, als König Ottokar I. Přemysl das Dorf an das Kloster Opatowitz verkaufte. Im 15. Jahrhundert wechselte der Besitz mehrfach zwischen dem Kloster, Hussitenführern und der Stadt Hradec Králové. Georg von Podiebrad übergab das Dorf später seinen Söhnen, bevor es wieder an die Stadt fiel. Im 16. Jahrhundert entstand ein Renaissanceschloss, das später von den Grafen Harrach erworben und umgestaltet wurde. Während des Österreichischen Erbfolgekriegs und des Bauernaufstands erlitt das Gut schwere Schäden. Bis ins 19. Jahrhundert blieb die Landwirtschaft der wichtigste Erwerbszweig.
Besonders sehenswert ist die Kirche des hl. Markus, die 1832 im Empirestil neu erbaut wurde. Das Schloss Stěžery, ein Renaissancebau aus dem späten 16. Jahrhundert, wurde im 19. Jahrhundert zum Sommersitz umgestaltet. Nach wechselnden Besitzern und einer Verstaatlichung nach 1945 wurde es 1999 von der Gemeinde saniert. Die Ortsteile Charbuzice, Hřibsko und Stěžírky gliedern das Gemeindegebiet. Die Umgebung mit dem Hügel Stínec und dem Plačický potok prägt das Bild des Ortes.