Strašín liegt im Böhmerwaldvorland, eingebettet in den Naturpark Kašperská vrchovina. Das Dorf thront auf einer Anhöhe über dem Tal des Zábrdský potok, umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Královský kámen oder dem Javorník. Die Staatsstraße II/171 führt durch den Ort und verbindet Sušice mit Vacov, während eine Abzweigung nach Katovice führt. Strašín ist zudem ein Etappenziel des Pilgerwegs Via Nova.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 13. Jahrhundert, als die Kirche unter die Verwaltung der Johanniterkommende Strakonitz gestellt wurde. Ursprünglich als Wachposten oder nach einer Person namens Stráša benannt, entwickelte sich Strašín zu einem umkämpften Gut. Im 16. Jahrhundert wechselte es mehrfach den Besitzer, bis es schließlich Teil der Herrschaft Žihobec wurde. Nach den Hussitenkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg erlebte der Ort wirtschaftliche und kirchliche Veränderungen, darunter die Schließung der Wallfahrtskirche während der Utraquistenzeit.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche Mariä Geburt und eine Begräbniskapelle das Ortsbild. Die umliegende Landschaft mit ihren Wäldern und Hügeln lädt zu Wanderungen ein, während die Chalupnersiedlung Lazny als Zeugnis früherer Siedlungsgeschichte gilt. Die Gemeinde bewahrt zudem Spuren ihrer Vergangenheit, etwa durch den ehemaligen Kalkbruch und die traditionelle Handwerkskultur.