Stachy liegt versteckt im Böhmerwald, wo der Jáchymovský potok kurz vor seiner Mündung in die Spůlka ein breites Tal formt. Westlich ragt der Popelná hora auf, im Norden und Osten umgeben bewaldete Hügel wie der Suchý vrch und der Javorník das Dorf. Nachbarorte wie Úbislav, Zdíkov oder Jáchymov sind nur wenige Kilometer entfernt, während Chalupy und Bláhov als abgelegene Siedlungen dazugehören.
Ursprünglich gehörte Stachy zu den Freibauern des Künischen Gebirges, die seit dem Mittelalter unter besonderem Recht standen und sich selbst verwalteten. Im 16. Jahrhundert ließen sich Glasmacher nieder, die vom Waldvorsteher unparzellierte Flächen erhielten. Später prägten Holzwaren, Schindeln und die Arbeit in Glashütten das Leben, bis sich die Bevölkerung im 18. Jahrhundert stark veränderte. Eine eigene Pfarrgemeinde entstand 1781, doch erst 1995 wurden Stachy und Chalupy als dörfliche Denkmalszonen anerkannt.
Heute prägen historische Holzhäuser, eine barocke Friedhofskirche und die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung das Ortsbild. Ein Feuerwehrmuseum und ein Wintersportzentrum in Zadov locken Besucher an. Persönlichkeiten wie der Dichter Andreas Hartauer oder die Olympiasiegerin Kateřina Neumannová stammen aus Stachy, während der „letzte Böhmerwaldriese“ Josef Klostermann hier begraben liegt.