Strážný liegt im Böhmerwald an der Grenze zu Deutschland, am Fuße des gleichnamigen Berges, der 1115 Meter hoch ist. Der Ort wird vom Kiesbach durchflossen, der das Tal durchzieht. Die umliegenden Wälder und Berge prägen die Landschaft, während das milde Klima durch die geschützte Lage begünstigt wird.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Burg Kunžvart verbunden, die im 14. Jahrhundert zum Schutz des Goldenen Steigs errichtet wurde. Später entwickelte sich hier ein Dorf, das zunächst als Kuschwarda bekannt war und sich zu einem Handelsort an der wichtigen Straße zwischen Passau und Prag entwickelte. Nach Vertreibungen und Umbenennungen erhielt der Ort 1955 seinen heutigen Namen.
Heute ist Strážný vor allem für seine Natur und touristischen Angebote bekannt. Wander- und Radwege führen durch die umliegenden Wälder, und ein Skigebiet lädt im Winter zum Sport ein. Die Marienkapelle auf dem Kamenný vrch und die Ruine der Burg Kunžvart sind historische Zeugnisse der Vergangenheit. Persönlichkeiten wie der Komponist Karl Hoschna stammen von hier.