Stuer liegt im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns, eingebettet in die Mecklenburgische Seenplatte. Die Gemeinde reicht vom Plauer See im Nordwesten bis ins Grundmoränengebiet im Südosten, das bis zu 112 Meter über dem Meeresspiegel aufragt. Im Westen grenzt sie an den Landkreis Ludwigslust-Parchim, während die Stadt Röbel etwa 17 Kilometer entfernt ist. Zu Stuer gehören die Ortsteile Bad Stuer, Neu Stuer und Stuer Vorwerk, die sich um den namensgebenden Hauptort gruppieren.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Stuer 1289, doch schon lange zuvor hinterließen prähistorische Großsteingräber Spuren im Gebiet. Als Gerichtsort für das Umland von Röbel bis Malchow gewann der Ort ab dem 14. Jahrhundert an Bedeutung. Über 600 Jahre prägte das Adelsgeschlecht Flotow die Entwicklung, das hier eine Wasserburg errichtete und das Gut bis zur Bodenreform 1945 bewirtschaftete. Der Ortsteil Bad Stuer entstand 1845 als Kurort, der durch Wasserheilanstalten bekannt wurde und Gäste wie den Schriftsteller Fritz Reuter anzog.
Heute ist Stuer vor allem für seine historische Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert bekannt, die nach Kriegszerstörungen neu aufgebaut wurde und kunsthistorische Schätze birgt. Die Ruine der Burg Stuer erinnert an die einstige Wasserburg der Flotows, während der Bärenwald Müritz in der Nähe seltene Braunbären beherbergt. Jährlich finden in der Kirche die Internationalen Musiktage am Plauer See statt, die klassische Musik mit regionalem Flair verbinden. Die Landschaft um Stuer, geprägt von Seen, Wäldern und dem Tal der Eisvögel, macht den Ort zu einem ruhigen Rückzugsort inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte.