Stvolínky liegt eingebettet im Böhmischen Mittelgebirge, wo der Bobří potok, der Bieberbach, ein enges Tal formt. Etwa zehn Kilometer südwestlich von Česká Lípa, dem böhmischen Leipzig, breitet sich das Dorf aus. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und dichtem Wald, der dem Ort eine ruhige Atmosphäre verleiht.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Stvolínky im Zusammenhang mit einer Kirche, die zu den ältesten des Landes zählt. Schon 1197 stand hier ein befestigtes Haus, das einem mächtigen böhmischen Adligen gehörte, der später ein Kloster stiftete. Dieses Gebäude wurde später durch ein Schloss ersetzt, von dem nur noch Reste wie ein Tor und ein Vorhaus erhalten sind. Im 19. Jahrhundert wurde der Ort Teil eines größeren Gerichtsbezirks und blieb lange von landwirtschaftlicher Prägung.
Heute gliedert sich die Gemeinde in mehrere Ortsteile, die sich über das Tal verteilen. Ein besonderes Merkmal ist die historische Kirche, die bis heute das Ortsbild bestimmt. Die umliegenden Hügel laden zu Wanderungen ein, während die ruhige Lage abseits der Hauptstraßen Erholungssuchende anzieht.