Úštěk liegt im Norden Böhmens dort, wo sich das Böhmische Mittelgebirge sanft in die Daubaer Schweiz senkt. Auf einem schmalen Sandsteinfelsen, der sich wie ein Riegel zwischen zwei Bäche schiebt, breitet sich die Stadt aus: der Černý potok mündet hier in den Úštěcký potok. Die malerische Lage zwischen bewaldeten Hügeln und weiten Tälern prägt das Bild.
Schon im elften Jahrhundert entstand hier eine Siedlung, die später zur Stadt erhoben wurde. Im Mittelalter wechselten Herren und Besitzer häufig, bis der Hopfenanbau die Stadt prägte. Úštěk wurde zum wichtigen Handelsplatz für den berühmten Rothopfen, wovon noch heute eine Signierhalle zeugt. Eine alte Straße verband die Stadt mit Leitmeritz und Böhmisch Leipa.
Die Altstadt mit ihren malerischen Giebelhäusern und engen Gassen steht unter Denkmalschutz. Besonders sehenswert sind die barocken Kapellen auf dem Neuländer Kapellenberg, die Jesuitenbauten und die spätbarocke Kirche St. Peter und Paul. Jährlich locken traditionelle Jahrmärkte mit Handwerkern Besucher an. Die Umgebung mit der Ruine der Helfenburg und dem mächtigen Pikart-Turm rundet das Bild ab.